Audi: Staatsanwaltschaft prüft Millionen-Bußgeld

In der Diesel-Affäre droht Audi ein Millionen-Bußgeld. Die Staatsanwaltschaft München hat heute ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, teilte die Behörde mit. Nach dem Gesetz kann die Justiz ein Unternehmen zu einer Geldbuße von bis zu zehn Millionen Euro verdonnern – oder Gewinne in noch größerer Höhe abschöpfen, wenn seine Manager gegen Gesetze verstoßen haben. In den Korruptionsskandalen bei Siemens und MAN hatten die Ermittler den Konzernen empfindliche Zahlungen auferlegt. Audi erklärte, das Unternehmen sei über das Verfahren informiert und arbeite konstruktiv mit den Ermittlern zusammen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Ermittler auch den Vorstand von Audi ins Visier nehmen. Die Strafverfolger ermitteln bei aktuellen und ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Konkrete Vorstände seien nicht beschuldigt, sagte eine Behördensprecherin heute in München.