Die Corona-Warn-App

Ab sofort kann man sich in Deutschland die Corona-Warn-App auf das Smartphone laden. Die wichtigsten Facts:

Wie funktioniert die App?

Die Corona-Warn-App zeigt nur Begegnungen an, nicht den Standort oder gar den Menschen selbst. Wenn sich Nutzer mit aktiver Corona-Warn-App begegnen, tauschen die Smartphones einen „digitalen Handschlag“ aus, die Daten bleiben anonym. Aber es wird erkannt, wie lange und wie nah man sich gekommen ist, oder ob zum Beispiel eine Wand dazwischen war. Dementsprechend gibt es eine Warnung und Infos zum Infektionsrisiko.

Ist die App Pflicht?

Nein, die Corona-Warn-App ist freiwillig. Es gibt auch keine Pflicht, ein positives Testergebnis in der App einzutragen oder im Fall einer Warnung bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, zum Beispiel sich in Quarantäne zu begeben. Die App bekommt man auch nicht automatisch, die muss installiert werden, im App Store oder Play Store. Problem: Bei älteren Modellen funktioniert es nicht, ein iPhone 5 oder 6 reicht nicht aus. Bei Android braucht man mindestens 6.0.

Wie viel Akku verbraucht die App?

Die App hat einen geringen Energiebedarf. Die App-Entwickler haben versprochen, dass die Anwendung deutlich weniger Strom verbraucht als Musik-Streaming über einen Bluetooth-Lautsprecher.

Wie viele Menschen müssen die App nutzen, damit der gewünschte Effekt eintritt?

Eine Studie aus Oxford ergab, dass der volle Effekt erst dann erreicht wird, wenn sich 60 Prozent der Bevölkerung oder mehr beteiligen. Die Forscher aus Oxford sagen aber auch: „Selbst bei einem geringeren Anteil gehen wir davon aus, dass die Zahl der Infektionen und Todesfälle sinkt.“