Eichstätt: Bischof äußert sich zu Missbrauchsprozess

Auch der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hat sich jetzt zu dem vor kurzem veröffentlichten Missbrauchsgutachten geäußert. In einer Videoansprache wandte er sich an die haupt- und ehrenamtlich Tätigen in seinem Bistum. Dabei bezeichnete er die bekannt gewordenen Taten als geistige Umweltverschmutzung, deren Folgen und deren Aufarbeitung die Kirche noch lange beschäftigen werden. Die Kirche müsse sich diesem Versagen stellen und das große Leid und die Verwundungen der Opfer in den Blick nehmen, sagte Gregor Maria Hanke. Um Dunkelecken in der Kirche zu vermeiden, brauche es die Atmosphäre eines transparenten Miteinanders, die von Respekt und Achtsamkeit getragen sei. Das Missbrauchsgutachten für das Erzbustum München-Freising war zu dem Ergebnis gekommen, dass Fälle von sexuellem Missbrauch über Jahrzehnte nicht angemessen behandelt worden waren. Die Gutachter gehen von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern aus.