Ingolstadt/Wolfsburg: Fall Stadler wieder im VW-Aufsichtsrat

Über die Zukunft von Audi-Chef Rupert Stadler im VW-Konzern ist noch nicht entschieden. Drei Monate nach seiner Verhaftung will der Aufsichtsrat in Wolfsburg heute die Gespräche fortsetzen.  Stadler war im Juni wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal verhaftet worden.  Die Ermittlungsbehörden werfen dem Audi-Chef vor, nach Bekanntwerden der Abgasbetrügereien den Verkauf von Dieselautos mit falschen Abgaswerten zugelassen zu haben.  Dabei habe er von den Manipulationen gewusst oder sie bewusst ignoriert.  Bereits vor einigen Tagen war der Aufsichtsrat zusammengekommen.  Bei der Gelegenheit wurde dem Vernehmen nach aber über den Fall Stadler lediglich beraten.  Der Vertrag des 55-Jährigen als Audi-Chef läuft noch bis 2022.