München, Ingolstadt: Auftakt im Audi-Prozess

Skurriler Auftakt heute/gestern im mit Spannung erwarteten Prozessauftakt gegen den Ex-Audichef Ruper Stadler in München. Zu Beginn forderten der Verteidiger Stadlers zunächst mal Auskunft über die Autos der Richter. Hintergrund sei ein möglicher Ausschlussgrund wegen Befangenheit, sagte Stadlers Anwalt Thilo Pfordte am Mittwoch vor dem Landgericht München. Die Richter und die Schöffen sollten Auskunft erteilen, ob sie oder ihre Ehepartner seit 2009 ein Dieselauto des VW-Konzerns gefahren haben. Der Verteidiger des angeklagten ehemaligen Audi-Motorenchefs und Porsche-Vorstands Wolfgang Hatz schloss sich diesem Antrag an. In dem Prozess sind Stadler, Hatz und zwei Ingenieure des Betrugs in Zusammenhang mit dem Dieselskandal angeklagt. Dabei geht es um Fahrzeuge von Audi, VW und Porsche ab dem Modelljahr 2009, deren Abgaswerte manipuliert waren.