Unbekannter toter Junge hat nun ein Gesicht

Der Fall des getöteten Jungen, der im Mai aus der Donau gezogen wurde hat nicht nur die Region erschüttert. Nun weiß man, wie er ungefähr ausgesehen hat mithilfe einer Rekonstruktion. Die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung und hat eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Wie berichtet, war am 19.05 der in Mülltüten verpackte Leichnam eines 3 bis 7 Jahre altem Kindes bei Vohburg in der Donau aufgefunden worden. Die Identität des Jungen konnte bis heute nicht geklärt werden. Nun erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen war der Junge zwischen 3 und 7 Jahren alt, 110 cm groß, ca. 15 kg schwer, hatte blaue Augen und dunkelblonde bis braune Haare. Im Auftrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde das Gesicht des Kindes durch Rechtsmediziner rekonstruiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen fundierte Rückschlüsse, ausgehend von der individuellen Kopfform, auf das tatsächliche Aussehen zu Lebzeiten zu. Das Ergebnis liegt nunmehr vor und die Mitarbeiter der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe erhoffen sich durch die Veröffentlichung von Bildern neue Hinweise auf die Identität des Toten. Die Ermittler fragen konkret:

– Wer kennt das aufgefundene Kind aus der Donau und kann Angaben zu dessen Identität machen?
– Wer erinnert sich an einen Jungen, auf den die oben genannte Beschreibung zutrifft und hat diesen seit Anfang 2022 nicht mehr gesehen?
Zudem bittet die Kripo Ingolstadt um Hinweise zu dem ebenfalls abgebildeten Stein, mit dem der Leichnam beschwert worden war. Der 40x20x6 cm große Pflasterstein wird unter dem Markennamen Diephaus, Typ „Natura Vigo“ vertrieben.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841-93430 entgegen.
Für Hinweise, die zur Identifizierung des Kindes, zur Klärung der Todesumstände und somit ggf. zur Ergreifung eines Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000,00 € ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt. 

© Polizei Obb Nord

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