Unwort des Jahres 2017

Heute wird das Unwort des Jahres 2017 bekannt gegeben. Folgende Begriffe haben gute „Chancen“, zum Unwort gekürt zu werden, weil sie mehrfach eingesendet wurden: 

Alternative Fakten, Fake News, Softwareupdate, Bio-Deutsche(r) und Nafri.

„Unwortverdächtig“ sind Wörter oder Formulierungen, die beispielsweise

 

Das allererste Unwort des Jahres wurde von den Sprachwissenschaftlern 1991 gekürt. Es lautete: Ausländerfrei(Parole bei den Ausschreitungen gegen Ausländer in Hoyerswerda)

 

Hier noch eine Auswahl an „Unwörtern“, die es auf Platz 1 geschafft haben: 

2016

Als „Volksverräter“ wurden insbesondere demokratisch (= vom Volk) gewählte Politiker (= Volksvertreter) in Parlamentarier- oder Amtspositionen beschimpft.

2015

Als „Gutmenschen“ wurden insbesondere diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen. Mit dem Vorwurf „Gutmensch“werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd diffamiert.

2014

„Lügenpresse“ Die Tatsache, dass die sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks (Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus) einem Großteil derjenigen, die ihn als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen.

2007

„Herdprämie“: Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen, anstatt einen Krippenplatz in Anspruch zu nehmen.

1996

„Rentnerschwemme“: Falsches, angstauslösendes Naturbild für einen sozialpolitischen Sachverhalt.

1994

„Peanuts“: Abschätziger Bankerjargonismus; Hilmar Kopper.